12 Worte - Fragen und Antworten zu Spiritualität, Lebenssinn

In unserem System


Der Krieg und das Geld

Das Problem ist, dass der Krieg in das Denken der Menschen eingebrannt ist. Er befindet sich in ihrer Grundstruktur. Man kann diese Grundstruktur sehr einfach beschreiben. Ein einziges Wort genügt, ein ganzes Universum des Leides, der Missetaten, Kriege, Folterungen, des Hungers, der Krankheit und des Todes zu beschreiben: Geld.


Irgendjemand hat einmal gesagt, der Krieg sei nicht nur der Motor der Wirtschaft, sondern auch der Funke der Kunst. Dass die Aussage, ein Krieg kurbele die Wirtschaft an, stimmt, ist mehr als offensichtlich. Und je genauer man die Sache betrachtet, desto deutlicher und offenbarer wird, dass das Geld der tatsächlich ureinzige Grund für jede kriegerische Auseinandersetzung ist.

Tatsächlich jeder noch so perfide Grund für den geplanten Massenmord, lässt sich immer auf das Geld herunterbrechen. Und wenn es so sein sollte, dass der Krieg Geld für eine an sich durchaus hehre Idee bringen soll, sind es letztlich doch irgendwelche Vorteile, die finanzieller Art sind. Das Wohlergehen der Menschen hängt in diesem System von Geld ab, darum sind sie auch sehr leicht zu verführen, genau um dieses Gut zu kämpfen. Wenn nun jemand kommt, behauptet, er würde aus patriotischen Gefühlen kämpfen, so ist ihm zu entgegnen: Nun was ist dein persönlicher Nationalstaat anderes, als deine finanzielle Absicherung, die du niemanden anderen überlassen möchtest? Oder, wie es zumeist der Fall ist, demjenigen, der unter irgendeinem Vorwand angegriffen wird, gehören irgendwelche Bodenschätze. Diejenigen, die meinen, sie hätten zu wenig von irgendetwas erhalten, werden vollkommen wahnsinnig attackieren. Dieser Angriff aber ist in den Gesetzen des Normalen verankert. Er wird nicht als verrückt angesehen. Wie soll man ihnen Einhalt gebieten? Eine schlichte Unmöglichkeit. Also muss sich das Verhalten der Menschen ändern, vielmehr ihre Grundhaltung dem Materiellen gegenüber. Dies ist der einzige Weg. Axiome werden, will man ihrem Ursprung folgen, von genialen Geistern festgelegt. Eine ihrer Besonderheiten ist, sie gelten immer nur zeitweilig, dann aber mit Gewalt. Und sie haben immer nur Gültigkeit für geringe Volk. Berühmte Beispiele sind die Idee (das Axiom) von der Erde als Mittelpunkt des Universums oder als Scheibe. Auch das Axiom der Lichtgeschwindigkeit, die nach Einstein nicht überschritten werden kann, gerät langsam ins Wanken. Andere Axiome, wie in der Mathematik, bleiben statisch. Angeblich. Auch sie sind denselben Veränderungen unterworfen, wenn auch vielleicht etwas langlebiger. Eins und Eins macht Zwei. Recht unvergänglich. Aus der Perspektive der Quantenmechanik angesehen, gar nicht mehr so eindeutig. Ein Prinzip aber, ein Axiom hat sich seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte erhalten. Es ist der Grund für alles Leid auf dieser Welt. Es wurde nicht erst mit der Industrialisierung oder dem damit einsetzenden Kapitalismus entscheidend. Es ist das Prinzip der Profitmaximierung. Sie ist wohl jedem Menschen in Fleisch und Blut eingegeben. Dieses Prinzip geht über ungezählte Leichen, schreckt auch nicht davor zurück, seine eigene Heimstatt nicht nur zu vergiften sondern auch zu zerstören. Es wirkt hier, scheinbar unbeeinträchtigt von allen gegenteiligen Bestrebungen, mit absolut zerstörerischer Gewalt, wie wir vernommen haben, sogar mit dem Anspruch, Kultur zu vermitteln. Wäre es möglich, diesen Instinkt im Menschen umzuwandeln, hätte der Frieden endlich ein Daheim.Der grundlegende Fehler ist, dass die Menschen ihre Rolle in diesem das Geld vermehrenden System vollkommen verinnerlicht haben. Sie sind unbedingtes Teil davon und lassen sich selten aus dieser Sicht der Dinge entkommen. Die Wenigen, die verstanden haben, werden als weltfremd, wunderlich, wenn nicht bescheuert betrachtet.

Das Prinzip Profitmaximierung ist gnadenlos, völlig ohne Skrupel, hat unstillbaren Appetit, die Energie eines Wahnsinnigen.
Liebe heißt bestenfalls Besitz,doch der Begriff Liebe stößt denjenigen (es sind die allermeisten) der den Vertrag mit der Penunse unterschrieben hat, grundsätzlich ab, denn er lasst sich nicht mit seinen Zielen vereinbaren. Niemals, in keiner Form. So ist die Entscheidung für das Geld auch immer eine Entscheidung gegen die Liebe. Was wir tun, ist also das, was voller Liebe sein könnte, gegen die Annehmlichkeiten des Profits eintauschen. Vergessen wird dabei jedoch die Ewigkeit. Die Menschen sehen lediglich die Bedürfnisse ihres Körpers, hier versuchen sie, einen Sinn zu entdecken. Doch der Körper, wie jede Form, hat eine durchaus beschränkte Haltbarkeit. So macht die Suche also gar keinen Sinn, denn jede Form ist endlich. Die Schöpfung ist aber perfekt, vollendet. Ewig. Unendlich. Ohne Raum. Darum beinhaltet sie alles. Alles heißt auch alles. Das meint Gut und Böse, Leben und Tod, Liebe und Hass. Da sie nun vollendet ist, alles beinhaltend, über allem stehend, perfekt, werden diese Begriffe keine Bedeutung mehr haben. Auch die Form nicht. Das jedoch einzusehen, bedarf einer großen Wandlung, die Menschen müssten die Sturmhauben über ihren Köpfen abstreifen. Dann wären sie in der Lage zu erkennen, dass eine Schöpfung, die aus purer Liebe besteht, (denn wie beschrieben ist sie perfekt) gar keinen Krieg kennen kann, vielmehr die der Frieden selbst ist. Denn was ist die vollkommene Liebe anderes als Frieden?

Frieden und Eisen
Eine andere Sache, die mit dazu beigetragen hat, dass sich das Gegenteil von Frieden, der Krieg in unserem System etablieren konnte, was die technische Weiterentwicklung, die er hervorbrachte. Wenn es darum ging, sich selbst oder bevorzugt andere zu vernichten (um das zu erhalten, was vorher ihnen gehörte) war das Menschlein schon immer sehr erfinderisch. Die ersten steinernen Speerspitzen wurden bestimmt nicht gefertigt, um Nahrung zu jagen, sondern vielmehr, um andere Sammler davon abzuhalten, im vom Speerträger beanspruchten Gebiet zu sammeln. ändern wird sich diese Konstellation, wenn die Gegenseite bessere Waffen besitzt. Oder vorhandene besser einzusetzen weiß. Man erkennt, dass auch die Entwicklung des Denkens, des Gehirns, etwas mit Aggression und Krieg, also mit Profitmaximierung zu tun hat. Sie stellt das umfassende insgeheime Axiom zur Rechtfertigung dar. Absoluter Egoismus. Mir soll es besser gehen, auf Kosten der anderen.
Nach den mehr oder weniger instabilen Steinen tauchte das Metall auf. Welch hervorragende Errungenschaft für jede kriegerische Handlung! Und was für ein herausragendes Werkzeug der Profitmaximierung! Verdienten sich Rüstungslieferanten schon im römischen Reich dumm und dusselig, ist dies noch lange kein Vergleich zu den Gewinnen, die Stahlkonzerne seit dem Mitte des 18. Jahrhunderts, mit Beginn der Industrialisierung abschöpfen.

Kriege halfen das bestehende System der Macht des Geldes, des goldenen Kalbes zu konstituieren, durch Kriege wurde und wird die Ungleichheit, die Schere zwischen Reich und Arm erst betoniert. Das ist in unseren Tagen besonders deutlich.

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